Die philosophischen Grundlagen des Nations-Gedankens, ausgehend von
Johann Gottlieb Fichtes „Reden an die Deutsche Nation“
Er schien in einem vereinten Europa überwunden, aber in den ersten Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts stieg er wieder auf wie ein (ungewollter) Phönix aus der Asche: Der Nationalismus. Viele Länder und Völker Europas (und weltweit) beharren wieder auf ihre Nation und nationalen Unterschiede.
Das „Nation“ etwas natürliches ist, ist meines Erachtens einer der großen ideologischen Irrglauben. In meiner Arbeit möchte ich untersuchen, wie sich das Konzept der „Nation“ entwickelt hat und welche historischen und philosophischen Grundlagen dafür verantwortlich waren. Ausgangspunkt meiner Untersuchungen sind die „Reden an die Deutsche Nation“ des deutschen Philosophen Johann Gottlieb Fichte (1762 – 1814) aus den Jahren 1808 und 1809.
Wie auch bei anderen philosophischen Konzepten des 19. Jh. entwickelte sich aber auch hier – wie beim Kommunismus – eine Ideologie, die das 19. und 20. Jahrhundert prägte und bis heute Millionen von Todesopfern fordert. Meine Untersuchungen sollen helfen, Wege zu finden, wie der Nationalismus philosophisch überwunden werden kann ohne nationale Eigenheiten und deren Vielfalt verschwinden zu lassen.
Peter Leitl
